Klarstellung der Blau-Gelben Hilfe e.V. (BGH) zur Berichterstattung verschiedener Medien anlässlich unserer Presseinformation „Die Stadionverbote wurden ab sofort auf Bewährung ausgesetzt.“ vom 16. Februar 2018.

Mehrere Medien nahmen unsere Pressemitteilung „Stadionverbote auf Bewährung ausgesetzt“ zum Anlass, über unsere Aktivitäten zu berichten. Das Interesse der Medien an unserer Arbeit und eine entsprechende objektive Berichterstattung freut uns sehr. Allerdings wurden in Bezug auf unsere Pressemitteilung mehrere Inhalte sachlich ungenau oder gar falsch dargestellt. Verständlicherweise messen wir unserem Engagement gerade in der Frage „Umgang mit Stadionverboten“ einen sehr hohen Stellenwert zu. Deshalb veröffentlichen wir diese Klarstellung:

Der Ausgangspunkt
In der Spielzeit 2016/17 der 2. Bundesliga erhielten rund 180 Fans unserer Eintracht auf Grund von Vorfällen bei der Partie in Hannover bundesweite Stadionverbote. Die Stadionverbote wurden überwiegend für mindestens zwei Jahre ausgesprochen.

Der Workshop
news 38: „[…] ein von Vertretern beider Vereine (gemeint sind Eintracht & Hannover) organisierter Workshop […]“
Neue Braunschweiger: „Der Verein Blau-Gelbe-Hilfe […] Mitinitiator des Workshops […]“

Die BGH ergriff die Initiative und suchte nach Möglichkeiten, die jeweiligen Stadionverbote eventuell zur Bewährung auszusetzen. Das Ergebnis: Ein eintägiger Workshop mit vier Modulen á 90 Minuten, den die BGH an zwei Terminen im Januar durchführte. (Pressemitteilung der BGH vom 25. Januar 2018). Der Prozess von der Idee zum Konzept des Workshops, die Inhalte und seine Durchführung sowie die Nachbereitung erfolgten in der Verantwortung der BGH. Die inhaltlichen, organisatorischen und qualitativen Anforderungen an den Workshop wurden von Anfang an mit den beteiligten Vereinen eng abgestimmt.

Das Ziel: Die Teilnahme an dem Workshop kann dazu führen, dass ein existierendes bundesweites Stadionverbot für die noch ausstehende Laufzeit auf Bewährung ausgesetzt wird.

Die tatsächlich große Unterstützung der beiden Vereine: Ganz besonders bedankt sich die BGH bei den Vereinen Eintracht Braunschweig und Hannover 96, ohne die ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre (Pressemitteilung der BGH vom 16. Februar 2018).

Die Teilnehmer
news 38 & Neue Braunschweiger: „Neben 127 Braunschweiger Fans waren auch 125 Hannoveraner dabei.“

Der Workshop wurde zweimal mit identischen Inhalten durchgeführt. An beiden Terminen nahmen ausschließlich Fans unserer Eintracht – insgesamt 127 – teil (Pressemitteilung der BGH vom 25. Januar 2018).

Die Klarstellungen beziehen sich auf diese Beiträge:

news38:
https://www.news38.de/…/Stadionverbot-aufgehoben-Bewaehrung…; download am 17.2.2018.

Neue Braunschweiger (NB):
Stadionverbote zur Bewährung ausgesetzt. NB vom 17. Februar 2018.

Provokationen gegen Eintracht-Fans

Am vergangenen Sonntag durften, wie von uns berichtet, die Teilnehmer unseres Workshops wieder auf Bewährung ins Stadion.
Die Vorfreude auf diesen Spieltag war in der Fanszene dementsprechend groß und man stimmte sich schon recht früh bei einem gemeinsamen Angrillen auf den Spieltag ein.

Leider wurde auf dem Weg zum Stadion, auf Höhe des Real an der Hamburger Straße, eine Gruppe von Eintracht-Fans von der Polizei provoziert, indem man ihnen mit einem Auto demonstrativ den Gehweg versperrte.
Davon ließ sich zum Glück keiner der Anwesenden den schönen Tag auch nur ansatzweise vermiesen und man machte einfach einen Bogen um die Beamten. Des Weiteren wurden mehrere Fans, welche nach Einordnung der Beamten der Ultra‘-Szene zuzurechnen waren, auf dem Weg vom SPEKTRUM zum Haupteingang/Wahre Liebe angehalten. Hier berichteten uns mehrere Betroffene von sehr unfreundlich agierenden Beamten, welche dem Anschein nach auf der Suche nach Stadionverbotlern waren. Warum genau, erschließt sich uns nicht.

Berichten von Mitgliedern zufolge, kam es in der letzten Zeit auch teilweise abends in der Stadt zu dubiosen Ansprachen. Das Schema ist meist das gleiche und richtet sich hauptsächlich an Jugendliche oder junge Erwachsene, welche optisch der Ultra‘ Szene zugerechnet werden. Mal eher provokativ und manchmal eher bedacht, um vermeintliche Informationen zu erfragen.

Wir als Blau-Gelbe Hilfe e.V. wollen diese Vorkommnisse gar nicht zu hoch hängen, sie aber dennoch als Anlass dafür nehmen, noch einmal darauf hinzuweisen, sich in keinem Fall provozieren zu lassen. Gerade auch für die kommenden Auswärtsspiele hoffen wir, dass sich jeder über sein Handeln und der eigenen Verantwortung der Fanszene gegenüber im Klaren ist.

Außerdem bleibt zu hoffen, dass alle Sicherheitsorgane auf unnötige Provokationen verzichten und so ebenfalls ihren Beitrag zu einem entspannten Spieltag leisten.

Eure Blau-Gelbe Hilfe

Blau-Gelbe Hilfe Stand nun auch an der Haupttribüne

Neben unserem Fanwagen am Südkurveneingang findet ihr uns nun auch mit einem Stand zwischen Block 5 und der Haupttribüne.
Dort könnt ihr euch über uns informieren, Trikots kaufen und Mitgliedsanträge erhalten.
 
Hiermit wollen wir gewährleisten, dass jeder Fan von Eintracht Braunschweig die Möglichkeit hat, uns zu sprechen und kennenzulernen. Wir verstehen, dass nicht jeder Fan an den Südkurveneingang kommen kann.
 
Bereits beim letzten Heimspiel haben wir den Stand dort getestet und waren positiv überrascht, wie gut der Stand dort angenommen wurde.
 
Der Stand ist eineinhalb bis eine halbe Stunde vor Spielbeginn besetzt und dies ab morgen.
 
Kommt doch auf uns zu und wir beantworten alle Fragen oder stellen uns gerne einfach nur bei euch vor.
 
Eure Blau-Gelbe Hilfe

Aussetzung von Stadionverboten

Heute morgen erreichte uns die erhofft positive Nachricht aus Hannover, dass Teilnehmer des Workshops, die ein Stadionverbot rund um die Vorfälle des Derbys in Hannover erhalten haben, ab sofort zur Bewährung ausgesetzt werden.

Die Freude ist riesig, dass unser Projekt, welches vielleicht sogar einen Pilotcharakter für andere Standorte haben könnte, so positiv verlaufen ist. Es zeigt uns auch, dass es möglich ist, das Thema Stadionverbote neu zu überdenken und alternative Wege zur bisherigen Praxis zu finden und zu beschreiten. Als Blau-Gelbe Hilfe e.V. haben wir uns nie dem konstruktiven Austausch und der Zusammenarbeit mit den Vereinen, Verbänden oder der Polizei verschlossen. Vielleicht konnte so ein erster Grundstein gelegt werden, auf dem man in der Zukunft aufbauen sollte.

Ganz besonders bedanken wollen wir uns an dieser Stelle natürlich auch bei den Vereinen Eintracht Braunschweig und Hannover 96, ohne die ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre. Wir wissen auch um die Schwierigkeiten, neue Wege zu gehen und auch gegen bestehende Vorbehalte ankämpfen zu müssen. Daher ist dieses Projekt auch ein Erfolg dieser beiden Vereine und zeigt, was in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Fans alles möglich ist.

Für die Betroffenen bedeutet es also im Genauen, dass sie bis Sonntag die Aussetzung per Post zugestellt bekommen. Sollte jemand kein Schreiben erhalten, schreibt er uns bitte eine E-Mail (info@blau-gelbe-hilfe.de). Am Spieltag direkt sind wir natürlich auch wie immer am Fanwagen (Eingang Rheingoldstraße) ansprechbar.

Wir freuen uns Euch am Sonntag wieder im Stadion begrüßen zu dürfen!

Eure Blau-Gelbe Hilfe

Ermittlungen laufen weiter

Heute erreichte uns die positive Nachricht von einigen Mitgliedern der Blau-Gelben Hilfe, dass die Ermittlungen bezüglich des versuchten Totschlages beim Derby in Hannover eingestellt wurden. Nach unseren Informationen betrifft dies alle 92 Verdächtigen. Es wird nun allerdings weiterhin nach einem unbekannten Täter gesucht.
 
Fraglich bleibt, ob es verhältnismäßig war, 92 Wohnungen zu durchsuchen, obwohl dort keinerlei Hinweise auf einen Täter gefunden werden konnten.
 
Auch der von uns schon kritisierte und noch zu überprüfende Umgang mit vermeintlichen Zeugen bleibt fragwürdig.
 
Wir hoffen, dass die Ermittlungsbehörden nicht erneut zu dubiosen Methoden greifen und die Rechte von Fußballfans gewahrt bleiben.
 
Eure Blau-Gelbe Hilfe

Aufruf zur Mitarbeit bei der Blau-Gelben Hilfe

Auch weiterhin brauchen wir tatkräftige Unterstützung von neuen Helfern.
Dringend suchen wir einen neuen Kassenwart, der beispielsweise die Aufgaben übernimmt jegliche Umsätze zu buchen und die Mitgliederdaten einzupflegen.

Bevor du dich diesbezüglich bei uns meldest, bedenke, dass du einen Arbeitsaufwand von 1-2 Stunden pro Woche haben wirst.
Zu Spitzenzeiten, wie z.B. am Anfang des Jahres, kann die Zeit auch mal höher ausfallen.

Wir suchen Jemanden, der uns langfristig unterstützen wird. Eine Einarbeitung in das Vereinsprogramm wirst du natürlich im Vorfeld erhalten.

Melde dich auch gerne bei uns, wenn du andere Aufgaben übernehmen willst und dich nicht in der Rolle des Kassenwarts siehst. Wir können immer Hilfe jeglicher Art gebrauchen.

Für weitere Informationen schreib uns bitte eine Mail (info@blau-gelbe-hilfe.de) oder sprich uns direkt am Spieltag an.
Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützen möchte.

Eure Blau-Gelbe Hilfe

Neue Regelung für Stadionverbotler am Fanhaus

Ab dem nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern dürfen sich alle Stadionverbotler vor und nach dem Spiel direkt am/im Fanhaus aufhalten.
 
Dies ist eine deutliche Verbesserung der vorherigen Situation, da die Stadionverbotler bisher das Stadiongelände 30 Minuten vor Anpfiff verlassen mussten und nach dem Spiel gar nicht zum Fanhaus durften.
 
Wir als Blau-Gelbe Hilfe begrüßen diese Regelung, welche von uns an den Verein herangetragen wurde und freuen uns, dass aufgrund keiner negativen Vorkommnisse in der Vergangenheit dieser Kompromiss möglich war.
 
Während des Spiels hätten sich die Stadionverbotler an zu starke und übertriebene Auflagen halten müssen, um sich am Fanhaus aufhalten zu dürfen, sodass dies verständlicher Weise von den Betroffenen abgelehnt wurde.
 
Wir hoffen, dass wir weiterhin mit dem Verein Absprachen treffen können, die für beide Seiten am vorteilhaftesten sind.
 
Eure Blau-Gelbe Hilfe

Workshop zum Thema Fußball und Gewalt

Wie von der Blau-Gelben Hilfe bereits berichtet, wurden beim letzten Derby in Hannover ca. 180 Eintracht-Fans festgenommen, welche alle ein Stadionverbot von meistens 2 Jahren erhalten haben.

Aufgrund dessen haben wir in Abstimmung mit den Stadionverbotsbeauftragten aus Braunschweig und Hannover ein Workshop-Konzept ausgearbeitet, welches darauf abzielt den Teilnehmern das Thema Fußball und Gewalt aus verschiedenen Perspektiven näher zu bringen und das eigene Handeln zu reflektieren.

Es wurden insgesamt vier Workshop-Module erarbeitet und durchgeführt, welche ,,Opferempathie“, ,,Gewaltprävention“, ,,Juristische Konsequenzen“ und ,,Best Practice“ also Oberbegriffe waren. Zusammen mit den Referenten, wurden die einzelnen Module mit leben und Fachwissen gefüllt, um in jeweils 90 Minuten alle wichtigen Inhalte weitergeben zu können. Diese Inhalte wurde dann durch die Referenten interaktiv vermittelt.

Die einzelnen Module und Gruppen wurden außerdem wissenschaftlich begleitet, um die Qualität des Workshops zu dokumentieren und nachweisen zu können.

Zum Schluss erhielt jeder Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung, welche wir mit einem Bericht von Eintracht Braunschweig und den Berichten der wissenschaftlichen Betreuer schnellst möglich an den Stadionverbotsbeauftragten aus Hannover senden werden.
Dieser wird dann individuell entscheiden, ob und wann die Stadionverbote auf Bewährung ausgesetzt werden.

Erste Erfolge konnten wir mit dem Workshop bereits in Braunschweig erzielen. Hier wurden zwei Stadionverbote von Workshopteilnehmern ausgesetzt. Der Stadionverbotsbeauftragten von Eintracht Braunschweig gab somit zwei Eintracht Fans eine Bewährung, welche mit einem Stadionverbot aus Braunschweig belegt worden waren.

Eure Blau-Gelbe Hilfe

Rückblick Rückrunde der Saison 2016/17

Am Samstag den 20.01.2018 findet eine weitere Veranstaltung statt, bei der ihr den Rückrundenrückblick der Saison 2016/17 sehen könnt.
 
Einlass ist ab 14 Uhr im Fanhaus am Eintracht Stadion. Den Film könnt ihr jeweils um 15 Uhr und um 17 Uhr sehen.
 
Eintritt beläuft sich auch dieses mal wieder bei 2€ + Spende.
 
Wir freuen uns euch dort zu sehen.
 
Eure Blau-Gelbe Hilfe

Erfolg beim Umgang mit den Stadionverbotlern

Gestern Abend erreichte uns die gute Nachricht, dass alle Stadionverbotler ab dem Kiel-Heimspiel morgen wieder das FanHaus und den gesamten Bereich vor den Kassenhäuschen in der Südkurve betreten dürfen.

Die nächsten beiden Heimspiele werden als Startpunkt gesehen – die SV’ler dürfen sich bis 30 Minuten vor dem Spiel in dem Bereich aufhalten. Bei Gelingen hoffen wir im nächsten Jahr auf einen wieder uneingeschränkten Zugang auch während des Spiels.

Ein positives Gelingen sehen wir, gerade auch nach den sehr guten Erfahrungen in Dresden, nicht in Gefahr. Die Blau-Gelbe Hilfe setzte sich schon vor der Saison dafür ein, das Stadionverbotler nicht ausgegrenzt und vom Rest der Fanszene abgekapselt werden. Das FanHaus als allgemeine Begegnungsstätte für alle Eintracht-Fans und auch die Anwesenheit aller Fanvereine (Fanrat e.V., Eintracht ist alles e.V. und Blau-Gelbe Hilfe e.V.) , sowie der Fanbetreuung, ist die beste Grundlage für eine lebendige, positive Fankultur. Die Eintracht-Familie zeigte auch am vergangenen Samstag auf dem eigenen Weihnachtsmarkt wieder, zu welchen positiven Aktionen sie im Stande ist und was gemeinsam erreicht werden kann. An dieser Stelle auch noch der kurze Hinweis für das Hallenturnier für den guten Zweck am 13.01.2017 in der Alten Waage (Informationen findet ihr unter: www.cattiva-brunsviga.de).

Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an Eintracht Braunschweig, die nach mehreren Gesprächen unserer Auffassung gefolgt sind und sich damit auch für die eigenen Fans stark machen. Es gilt gemeinsam und sinnvoll mit bestehenden Problemen umzugehen und diese zu lösen. Die Blau-Gelbe Hilfe steht hierfür immer gerne als Partner an der Seite von Eintracht Braunschweig.

Eure Blau-Gelbe Hilfe – In Eintracht für Braunschweig!

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