Gewaltbereite Einsatzkräfte beim Auswärtsspiel in Wolfsburg – es reicht!

Aufruf an betroffene Fans und mögliche Zeugen!

Insbesondere vor der Auswärtspartie in Wolfsburg kam es von Seiten der Einsatzkräfte zu nicht zu akzeptierenden Übergriffen gegen Teilnehmer des Fanmarsches und im Eingangsbereich zur Gästekurve.  An dieser Stelle wiederholen wir nicht die bekannten Vorfälle. Aus unserer Sicht steht fest, zumindest ein Teil der Einsatzkräfte suchte bewusst die Konfrontation mit unseren Fans.

Ohne Unterschied wurden alle Fans, die sich am Fanmarsch beteiligten, unter Generalverdacht gestellt: Sie wurden während des Marsches eingepfercht wie in einem wandernden Kessel. Der Einsatz der Wasserwerfer erfolgte grundlos und wahllos. Der Schütze zielte auch auf Kinder und ältere Menschen. Selbst ein Rollstuhlfahrer wurde Ziel seines Angriffs. Durch den Wasserstrahl wurde er mit seinem Rollstuhl umgekippt. Zum Glück blieb er nach unserem Wissensstand unverletzt. Insgesamt zogen sich mehrere Fans erhebliche Verletzungen zu, unter anderem Fleischwunden. Diese zogen sie sich zu, weil sie vom Wasserstrahl umgestoßen wurden und stürzten.

Fans, die aus Sicht der Einsatzkräfte deren Anweisungen nicht schnell genug Folge leisteten, wurden zum Teil mit Pfefferspray und durch andere körperliche Gewalt zum Teil übel angegangen. In mindestens einem Fall erlitt ein Fan mehrfache Knochenbrüche durch eine Attacke von Einsatzkräften. Die Einsatzkräfte setzten selbst gegen völlig unbeteiligte Fans Schlagstöcke ein und nahmen sogar einige von ihnen unverständlicherweise in Gewahrsam.

Auch beim Einlass kam es zu Auseinandersetzungen mit Ordnern und Einsatzkräften. Einerseits kam es zur Unruhe, da zu wenige Eingänge geöffnet waren. In einem anderen Fall öffneten Ordner unvermittelt und heftig die Stahltüren des „Haupteinganges“ und verletzten einen Fan, der blutend zum Sanitäter geführt werden musste. Zudem erinnert der Eingangsbereich û allerdings nicht nur in Wolfsburg – an den Eingang eines Gefängnisses. Vereinzelung mittels enger Durchgänge und ebenso engen Drehkreuzen. Man musste seine Karte den Ordnern zum Einscannen überreichen. Danach die übliche Körperkontrolle. Die Aufgänge zu den Tribünen waren gesäumt von Einsatzkräften. Sie bildeten ein Spalier durch das man nur einzeln kam.

Diese Behandlung von Fans durch Einsatzkräfte und Ordner ist nicht zu akzeptieren und durch nichts zu begründen. Die Zustände können wir nur durch gemeinsames Handeln verändern. Deshalb ruft die BGH Fans, die von den Einsatzkräften angegangen wurden und Zeugen auf, sich zu melden. Wir benötigen eure Unterstützung, weil wir uns 1. ein möglichst umfassendes Bild der Situation verschaffen wollen und 2. haben die geschädigten Fans bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung nur mit belastbaren Zeugen eine Chance, dass ihre Rechte gewahrt bleiben.

Also, meldet euch telefonisch (0 151 / 57 33 51 68) oder per verschlüsselbarer E-Mail (info@blau-gelbe-hilfe.de ).

Und nun hoffen wir, dass dieser Abend einen anderen Verlauf nimmt und wir heute noch den Aufstieg feiern dürfen!

Eure Blau-Gelbe-Hilfe