Heimspiel gegen Nürnberg am 30.04.2016

Bereits Samstagabend, nach dem Sieg gegen Nürnberg, gab es Medienberichte darüber, dass Eintracht-Fans Polizisten angegriffen haben sollen.

Nach Gesprächen mit Augenzeugen und Betroffenen und unter Hinzuziehung derer Gedächtnisprotokolle geben wir hierzu folgende Stellungnahme ab:

Vor dem Spiel waren acht Eintracht-Fans auf der Hamburger Straße in Richtung Stadion unterwegs. Höhe ‚Autohaus Holzberg‘ wurden sie von der Polizei aufgefordert die Straßenseite zu wechseln. Eine Begründung erfolgte nicht. Die Gruppe entschied sich die Straße an der nächsten Fußgängerampel (etwa in 30 Metern Entfernung) zu überqueren, da diese an dieser Stelle fünfspurig und zu stark befahren war, um einfach so über die Straße zu laufen.
Die Polizei wertete diese Idee scheinbar als Autoritätsuntergrabung und den Fans wurde vorgeworfen, dass man der Anweisung nicht Folge leisten würde. Die Gruppe erklärte, dass es selbstverständlich für sie gewesen wäre, den von der Polizei angeordneten Seitenwechsel an der nächsten Ampel durchzuführen.
Daraufhin wurde angedroht, dass die Personalien aufgenommen werden. Auf die Nachfrage aufgrund welchen Fehlverhaltens die Feststellung denn erfolgen sollte, wurde nicht geantwortet. Allerdings wurde während der Straßenüberquerung scheinbar Verstärkung seitens der Polizei angefordert.

Die eintreffende Verstärkung (BFE) wollte die Personalien eines Eintracht-Fans aufnehmen, da er angeblich einen Polizisten ‚angefasst‘ habe. Dieser stritt den Tatvorwurf ab und wurde daraufhin von einem Polizeibeamten gepackt und zu Boden geworfen, um ihn zu fixieren. Eine Gegenwehr hat nicht stattgefunden. Die Fixierung erfolgte zusätzlich noch durch zwei weitere Polizeibeamte.
Sollten die Verletzungen der Polizisten tatsächlich existieren, können diese nur beim Fall auf den Boden entstanden sein.

Die übrigen Eintracht-Fans filmten die Maßnahme, woraufhin die Polizei auch von ihnen die Personalien aufnehmen wollte. Einer der Fans fragte einen Polizisten daraufhin nach seiner Dienstnummer, die natürlich nicht genannt wurde. Der Fan weigerte sich im Zuge dessen seinen Personalausweis herauszugeben, was dann zu seiner eigenen Ingewahrsamnahme führte.

Beide Betroffenen wurden mit auf die Polizeidienststelle genommen und erst nach dem Spiel wieder entlassen. Beiden wird Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung vorgeworfen.
Alle acht Eintracht-Fans schilderten ein äußerst brutales Vorgehen der Polizeibeamten und können sich vor allem die vorgeworfenen Körperverletzungen nicht erklären.

Eure Blau-Gelbe-Hilfe